Mehr Akkus sterben im Winterquartier als auf der Straße. Tiefentladung durch monatelange Lagerung ist der häufigste Grund, warum Akkus im Frühjahr nicht mehr funktionieren.
Die goldenen Regeln der Akku-Lagerung
1. Ladestand: 30–60%
Niemals voll geladen und niemals leer einlagern. Bei etwa 50% Ladestand ist der Zellstress am geringsten.
2. Temperatur: 10–20°C
Die Garage bei -5°C ist genauso schädlich wie der Heizungskeller bei 30°C. Ideal ist ein trockener Raum bei Zimmertemperatur.
3. Alle 8–12 Wochen nachladen
Auch im Ruhezustand entlädt sich der Akku langsam selbst (ca. 1–2% pro Monat, bei kalten Temperaturen mehr). Prüfen Sie den Ladestand regelmäßig und laden Sie bei Bedarf auf 50% nach.
4. Vom Rad nehmen
Lagern Sie den Akku getrennt vom E-Bike – so vermeiden Sie Kriechströme durch das Bordsystem.
Was tun, wenn der Akku schon tiefentladen ist?
Lädt der Akku nach dem Winter nicht mehr, hat das BMS ihn vermutlich gesperrt. Versuchen Sie nicht, ihn mit Tricks oder fremden Ladegeräten zu wecken – das ist brandgefährlich. Im Labor können tiefentladene Akkus oft kontrolliert und sicher gerettet werden.

